Bei jeder Welt- und Europameisterschaft gibt es Teams, die als Favoriten gehandelt werden. Die meisten davon zählen regelmäßig zum Favoritenkreis, andere gelten als Geheim-Favoriten:
Wie beispielsweise die deutsche Nationalmannschaft. Die wenigsten erwähnen Deutschland in einem Atemzug mit Brasilien, und wenn, dann nur, um zu kritisieren. Warum auch nicht. Immerhin ist es ja einfacher als zuzugeben, dass unser Team mit je drei WM- und EM-Titeln und sieben Endspielen als beste Turnier-Mannschaft der Welt gilt.
Oder dass unser Kapitän, Michael Ballack, einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Welt ist (in acht Qualifikationsspielen schoss er vier Tore!). Deutschland fängt oft nur mit mittelmäßiger Leistung an, um sich stetig zu steigern. Unser Bundestrainer Joachim (Jogi) Löw ist mit 2,24 Punkten pro Spiel der bisher erfolgreichste Bundestrainer und führte unser Team bei der EM 2008 bis ins Finale. Die englische Legende Gary Lineker sagte einst: „Fußball ist ein einfaches Spiel; 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach – und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“ Ob dies in diesem Jahr der Fall ist, bleibt abzuwarten. Mit unserem Song „54, 74, 90, 2010“ gehen wir natürlich davon aus. Doch die Konkurrenz schläft nicht und ist bereit, den Kampf aufzunehmen. exPRESS hat sich mit den Konkurrenten des DFB-Teams beschäftigt und präsentiert euch die Favoriten der WM.
Brasilien
Als Rekordweltmeister (1958, 1962, 1970, 1994, 2002) ist es kein Wunder, dass das Land der Ballzauberer und Techniker als Titelfavorit gilt. „La Selecao“ ist das einzige Land, das an jeder WM teilgenommen hat und liegt in der FIFA-Weltrangliste derzeit auf dem zweiten Platz. In den Reihen der Nationalmannschaft läuft natürlich nur die Crème de la Crème des Weltfußballs wie unter anderem Dani Alves, Kaká, Luis Fabiano und der Bremer Naldo auf. In der Qualifikationsphase holte sich Brasilien in 18 Spielen ganze 34 Punkte und verzeichnete eine Tordifferenz von 33:11.
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David Villa, Andrés Iniesta, Xavi und Fernando Torres. Wer kennt diese Namen und die dazugehörigen Gesichter nicht? Spätestens seit der EM 2008 ist zumindest Torres jedem bekannt. Der junge Spanier war es nämlich, der die Mannschaft am 29. Juni 2008 zum Europameister schoss, dem erst zweiten Titel der „Seleccion“. Nun müssen sie beweisen, was sie drauf haben - und das vor den Augen der ganzen Welt. Doch fürchten müssen sich Trainer Vincent del Bosque und seine Schützlinge nicht. Immerhin war in der Qualifikationsphase schon klar, dass diese junge Mannschaft keine Eintagsfliege ist: In nur zehn Spielen erreichte sie die maximal zu erreichende Punktzahl von 30 und verzeichnete ein Torverhältnis von 28:5.
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Der amtierende Weltmeister hat während der gesamten Qualifikationsphase nicht eine Niederlage hinnehmen müssen. Das mag wohl auch daran liegen, dass die italienische Mannschaft eine sehr erfahrene ist. Routiniers wie Fabio Canavaro und der Regisseur Andrea Pirlo verleihen der Mannschaft Sicherheit. Diese wird im Kasten durch den Top-Torwart Gianluigi Buffon verstärkt. Mit solchen Spitzenfußballern kann ja kaum noch was schief gehen. Doch man muss auch zugeben, dass die Italiener erst stark werden, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen und es um etwas Wichtiges geht. Sie kommen aus dem Hinterhalt und greifen dann an, wenn niemand mit ihnen rechnet. Also auch hier gilt: Augen auf und nicht unterschätzen.