Wer kennt sie nicht?
GZSZ, Unter Uns, Verbotene Liebe, Anna und die Liebe, Gilmore Girls, Desperate Housewives, Vampire Diaries, Grey´s Anatomy , Alles was zählt, OC California und Gossip Girl usw., diese Reihe liese sich bis ins Unendliche erweitern.
Sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie strukturieren unseren Alltag und sind ein tägliches Ritual, die Rede ist von den unzähligen Daily-Soaps und Telenovelas, die sich im Fernsehdschungel tummeln, sodass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen.
Die Daily-Soaps, wie zum Beispiel GZSZ und Telenovelas wie Anna und die Liebe verfügen über eine sehr hohe Stammzuschauerschaft. Die Charaktere erwecken in uns den Eindruck wir würden sie persönlich kennen. Die Realitätsnähe der Soap ist Auslöser für die suggerierten Freundschaften mit den Darstellern. Je realistischer die Soap, desto höher und enger ist die auf die Sendezeit begrenzte „quasi Freundschaft“.
Mitten drin in der Achterbahn der Gefühle
Durch das Sich-Hineinversetzens in den Serienheld, entfliehen wir dem Alltag, um nach einiger Zeit erholt zurückzukehren. Die Ursache für das Wechselbad der Gefühle liegt im Gehirn. Dort gaukeln uns spezielle Zellen – so genannte Spiegelneuronen – vor, die Szenen im Fernsehen tatsächlich zu erleben. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Identifizierung. Sie reagieren beim Beobachten von Verhaltensweisen ebenso, als würde man diese selbst ausführen. Hinzukommt, dass sie bereits bei Geräuschen, die typisch für eine bestimmte Handlung sind ausgelöst werden. Die mentale Simulation hat aber auch einen lebenslangen Nutzen für uns: Sie hilft uns, das Ziel einer Handlung zu erkennen, noch bevor diese vollständig ausgeführt wurde. Wenn wir selber in eine ähnliche Situation geraten, können wir abwägen wie gefährlich eine Situation für uns sein könnte.
Fortsetzung folgt...
Das Verlangen nach der nächsten Folge wird vor allem durch Spannung und Neugier hervorgerufen. Wie geht die Geschichte weiter? Welche Auswirkungen hat diese Situation auf Figurenkostellationen? Inhaltlich kreisen die Themen meistens um Beziehung, Liebe und Freundschaft, an denen sich die jungen Zuschauer auch im richtigen Leben orientieren können.
Die Serienhelden als Trendsetter
Besonders wichtig ist die äußerliche Erscheinung der Figur, die eine Identifikation ermöglichen. Diesbezüglich lassen wir uns von unseren Serienhelden in Sachen Mode, Trends und Styling inspirieren. Doch weil nicht zuletzt u.a. durch solche Fernsehformate schlichtweg unrealistische Idealbilder erschaffen und verbreitet werden, an denen sich insbesondere Mädchen orientieren, lassen sie sich bereits im zarten Alter in die Abwärtsspirale des Schönheitswahns ziehen.
Genügend Gesprächsstoff
Es bleibt unumstritten, dass die Folge vom Vorabend für genügend Gesprächsstoff auf dem Schulhof sorgen wird und gemeinsame Serienabende mit Freunden begünstigen.
Und zum Schluss…
..bleibt nur zu sagen, wer sich in welchem Ausmaß von den zahlreichen Serien beeinflussen lässt oder ob überhaupt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Jeder sollte sich sein Abendprogramm ganz nach seinen eignen Wünschen gestalten ob mit oder ohne Serien.
von unserer Redakteurin
Vanessa Sieg